{"id":2768,"date":"2017-02-07T16:43:22","date_gmt":"2017-02-07T16:43:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/biography\/"},"modified":"2020-03-06T13:27:57","modified_gmt":"2020-03-06T12:27:57","slug":"biographie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/biographie\/","title":{"rendered":"Biographie"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; content_width=&#8220;narrow&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1582899065181{padding-top: 10% !important;padding-bottom: 10% !important;}&#8220;][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1583407561746{border-top-width: 4px !important;padding-top: 20px !important;padding-right: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;padding-left: 20px !important;border-top-style: solid !important;}&#8220;][vc_custom_heading text=&#8220;GRENZG\u00c4NGER ZWISCHEN DEN KULTUREN&#8220; font_container=&#8220;tag:h1|text_align:center|color:%23ffffff&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; el_class=&#8220;text-teaser&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1583497501968{margin-bottom: 40px !important;}&#8220;][vc_row_inner equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220;][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1583497515061{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Aufgewachsen im kosmopolitischen Klima der sechziger und siebziger Jahre in Beirut, lernte Rabih Abou-Khalil schon im Alter von vier Jahren das Oud, die arabische Kurzhalslaute, zu spielen. In der arabischen Welt ist dieses Instrument so popul\u00e4r wie im Westen Gitarre und Klavier zusammen. Der libanesische Bu\u0308rgerkrieg zwang ihn 1978, sein Land zu verlassen. An der Musikhochschule in Mu\u0308nchen studierte er klassische Musik bei Professor Walther Theurer, der Abou-Khalil die westlich-musikalische Denkweise n\u00e4herzubringen wusste, was es ihm wiederum erleichterte, einen direkten Weg der Kommunikation mit seinen westlichen Mitmusikern zu finden. Die analytische Besch\u00e4ftigung mit der europ\u00e4ischen Musik und sein Interesse an den Musikkulturen erm\u00f6glichten es ihm nun, auch die arabische Musik aus einer zus\u00e4tzlichen theoretischen Sicht heraus zu begreifen und er\u00f6ffnete ihm die Perspektive, in musikalisch voneinander abweichenden Koordinatensystemen operieren zu k\u00f6nnen. Seine einmaligen Kompositionen, immer mit herausragenden Musikern realisiert, stellen sicher alles in den Schatten, was bisher an musikalischen Fusionen versucht wurde.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;3928&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; css_animation=&#8220;slideInUp&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220;][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2692&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; css_animation=&#8220;slideInUp&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1583497540630{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Unwillig, ku\u0308nstlerische Kompromisse einzugehen, entschied sich Abou-Khalil schon fru\u0308h dafu\u0308r, seine Musik selbst zu produzieren und zu ver\u00f6ffentlichen. Er hat stets dem Gesamtgeschehen auf der ganzen Linie seine pers\u00f6nliche Handschrift verliehen. Von der Regie, dem Design der Hu\u0308lle bis hin zum Gesamtklang: immer war er an jedem Entstehungsschritt pers\u00f6nlich beteiligt. Dies hat sich bis heute nicht ge\u00e4ndert und blieb ein zentraler Punkt in seiner langj\u00e4hrigen Zusammenarbeit mit der Plattenfirma \u201cENJA\u201d.<\/p>\n<p>1982 nahm Abou-Khalil seine erste Schallplatte \u201cCompositions and Improvisations\u201d auf, die von der Presse begeistert aufgenommen wurde. Zwei Jahre sp\u00e4ter erschien \u201cBitter Harvest\u201d und nach weiteren zwei Jahren die CD \u201cBetween Dusk and Dawn\u201d, mit der ersten international besetzten Gruppe (Charlie Mariano, Glen Moore, Glen Velez, Ramesh Shotham u.a.), die Abou-Khalils rhythmisch-melodischen Kompositionsstil festigte. Es folgten mehrere Aufnahmen wie die preisgekr\u00f6nte Platte &#8222;Blue Camel&#8220; mit renommierten Jazzmusikern (Sonny Fortune, Steve Swallow, Kenny Wheeler) oder mit gro\u00dfartigen traditionellen arabischen Musikern.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220;][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1583497569149{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Rabih Abou-Khalil hat sich als Komponist und Instrumentalist l\u00e4ngst einen gewichtigen Namen gemacht. Und nicht etwa nur, weil er seiner Zeit weit voraus w\u00e4re &#8211; vielmehr weil er so manches in Frage stellt, was andere ohne weiteres Nachdenken u\u0308bernehmen. Er hat mit seiner originellen, rhythmisch komplex gepr\u00e4gten Kompositionstechnik, die sich keinen hergebrachten Regeln unterwirft (auch nicht den arabischen), eine eigene Klangsprache geschaffen, die fremd und doch zugleich seltsam vertraut klingt.<\/p>\n<p>Im Auftrag des Su\u0308dwestfunks schrieb Abou-Khalil zwei Stu\u0308cke fu\u0308r Streichquartett. Die Urauffu\u0308hrung mit dem Kronos String Quartet war einer der H\u00f6hepunkte beim \u201cJazz-Gipfel\u201d 1992 in Stuttgart. Auf seiner CD \u201eArabian Waltz\u201c mit dem Balanescu String Quartet gelang es ihm, das Streichquartett, eine jahrhundertealte Dom\u00e4ne der klassischen Musik, in sein musikalisches Denken zu integrieren.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2690&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; css_animation=&#8220;slideInUp&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220;][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;2686&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; css_animation=&#8220;slideInUp&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1583497594562{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Das &#8211; oberfl\u00e4chlich betrachtet &#8211; willku\u0308rliche Aufeinandertreffen von vermeintlich gegens\u00e4tzlichen Instrumenten und das scheinbar widerspru\u0308chliche Zusammenprallen von Talenten aus verschiedenen Musikrichtungen ist das Resultat eines von Abou-Khalil wohlu\u0308berlegten Konzepts. Die bestehenden Unterschiede geraten n\u00e4mlich unter seiner Regie keineswegs zu babylonischer Verwirrung: Vielmehr werden hier weltoffene Musiker aus verschiedenen kulturellen Hintergru\u0308nden von einem gemeinsamen intuitiven Verstehen der ernsten Herausforderung inspiriert, welche die Interpretation der Musik Abou- Khalils an sie stellt. Intellektuelle und emotionale Identifikation mit seinen Kompositionen fu\u0308hrt zu einer sich immer wieder steigernden Begeisterungsf\u00e4higkeit jedes der Auffu\u0308hrenden, die sich unmittelbar auf den Zuh\u00f6rer u\u0308bertr\u00e4gt. Jedoch der Wunsch, sich zu profilieren, ist nie wichtiger als die Bereitschaft, vereint etwas Neues durchzusetzen und in unberu\u0308hrte Gefilde vorzusto\u00dfen. Die verschiedenartigen, aber letztlich alle aus diesem Elixier geschaffenen Werke Abou-Khalils haben sich so weit verselbst\u00e4ndigt, dass sie au\u00dferhalb der Konventionen stehen und sich daher kaum in bestehende Kategorien einordnen lassen. Ein Nachsinnen u\u0308ber Orient oder Okzident, Jazz oder Klassik, Weltmusik oder Fusion, eru\u0308brigt sich also.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220;][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1583497629451{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Einem Auftrag der Stadt Duisburg folgend, komponierte er Musik fu\u0308r das Ensemble Modern, eines der renommiertesten, aus internationalen Musikern bestehende Orchester fu\u0308r zeitgen\u00f6ssische Musik. Eigens fu\u0308r das BBC Concert Orchestra schrieb Abou-Khalil in London und Chichester uraufgefu\u0308hrte Werke. Diese orchestrale Arbeit lie\u00df er keineswegs zur einmaligen Sache werden, er schrieb weiterhin Orchesterwerke fu\u0308r internationale Orchester \u2013 von Osnabru\u0308ck u\u0308ber St. P\u00f6lten bis nach Skopje in Mazedonien.<\/p>\n<p>Auch im Bereich der Filmmusik ist Abou-Khalil t\u00e4tig: Er schrieb 1998 die Musik fu\u0308r den pr\u00e4mierten deutsch-tu\u0308rkischen Film \u201cYara\u201d des Regisseurs Yilmaz Arslan, und 2010 sah die Urauffu\u0308hrung seiner monumentalen Partitur fu\u0308r den 1922 entstandenen deutschen Stummfilm \u201cNathan der Weise\u201d. Der Auftrag hierfu\u0308r kam von den Fernsehsendern ZDF und Arte; die eindrucksvolle Urauffu\u0308hrung des sinfonischen Werkes erfolgte dann in Mu\u0308nchen live mit dem Bundesjugendorchester und wurde von Publikum und Presse mit gr\u00f6\u00dfter Begeisterung aufgenommen.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image image=&#8220;3910&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; css_animation=&#8220;slideInUp&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1583497674849{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]\u201cUnglaublich feingliedrige, unregelm\u00e4\u00dfige Rhythmen zu Melodieketten geformt, die sich im unentwegten Schwebezustand befinden, niemals zur Landung antreten und daraus ein hohes Ma\u00df an Charme und Sogwirkung beziehen\u201d, fasst der Fl\u00f6tist des Ensemble Modern, Dietmar Wiesner, seine Eindru\u0308cke zusammen. \u201eW\u00e4hrend der Zusammenarbeit mit Rabih Abou-Khalil fu\u0308hlte ich mich stark an einen Ausspruch von Herbert von Karajan erinnert: \u201cNicht den Taktstrich mitspielen, u\u0308ber den Taktstrich hinaus spielen.\u201d<\/p>\n<p>Abou-Khalils Musik lebt von der kreativen Begegnung und nicht von der Exotik. Aus ganz verschiedenen Kulturelementen entsteht hier etwas Eigenes und in sich Schlu\u0308ssiges, keine Chim\u00e4re, kein Wolpertinger \u2013 halb Hase, halb Ente \u2013 sondern etwas wirklich Lebendiges und Sch\u00f6nes , wie ein \u201eBlaues Kamel\u2019.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Jerry G. Bauer<\/strong><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row full_width=&#8220;stretch_row&#8220; content_width=&#8220;narrow&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1582899065181{padding-top: 10% !important;padding-bottom: 10% !important;}&#8220;][vc_column css=&#8220;.vc_custom_1583407561746{border-top-width: 4px !important;padding-top: 20px !important;padding-right: 20px !important;padding-bottom: 20px !important;padding-left: 20px !important;border-top-style: solid !important;}&#8220;][vc_custom_heading text=&#8220;GRENZG\u00c4NGER ZWISCHEN DEN KULTUREN&#8220; font_container=&#8220;tag:h1|text_align:center|color:%23ffffff&#8220; use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; el_class=&#8220;text-teaser&#8220; css=&#8220;.vc_custom_1583497501968{margin-bottom: 40px !important;}&#8220;][vc_row_inner equal_height=&#8220;yes&#8220; content_placement=&#8220;middle&#8220;][vc_column_inner width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1583497515061{margin-bottom: 0px !important;}&#8220;]Aufgewachsen im kosmopolitischen Klima der sechziger und siebziger Jahre in Beirut, lernte Rabih Abou-Khalil schon im Alter von vier<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2768","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2768"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2768\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4015,"href":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2768\/revisions\/4015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rabihaboukhalil.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}